B., Mama von dreien

 

(For the English version, please scroll down.)

 

Mama sein beginnt für mich ganz still und unsichtbar: es ist die Entscheidung im Herzen einer Frau, nicht mehr länger nur für sich selbst zu leben. Vier Jahre ist es nun her als ich diese Entscheidung traf und es schien auch alles „nach Plan“ zu laufen: nur wenige Wochen später hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in meiner Hand. Dieser Moment veränderte mein bisheriges Leben grundlegend: mir bis dahin unbekannte Gefühle der Freude und des Glücks, aber auch der Sorge und Unsicherheit bestimmten von da an meinen Alltag. Ich lebte nicht mehr für mich allein, sondern trug ein winziges und einmaliges neues Leben in mir. Das kleine Herz schlug und ich freute mich jeden Tag mehr, dieses Wunder bald in meinen Armen halten zu dürfen… Doch in der 10. Schwangerschaftswoche schlug das Herz nicht mehr. Und statt einem neuen Eintrag in meinem Mutterpass, erhielt ich eine Überweisung ins Krankenhaus…

Mama sein kann so erbarmungslos schmerzvoll sein: ich weinte mir die Augen aus und fühlte mich so, als ob etwas von mir selbst gestorben wäre. Doch mit wem konnte ich meinen Schmerz teilen? Niemand wusste wirklich, was ich fühlte. Mein Mann, meine Familie und engsten Freunde versuchten es, aber auch sie konnten die tiefe Traurigkeit meines Herzens nicht nachempfinden. Doch in dieser schmerzvollen Zeit fand ich Trost bei Gott. „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ Jesaja 66,13. Er verstand mich, er wusste, wie sehr mich dieser Verlust meines Kindes schmerzte.

Schon Monate vorher hatten mein Mann und ich den Namen „Zoe“ entdeckt. Er gefiel uns beiden sofort und wir waren uns einig, dass wir eines Tages unsere Tochter so nennen würden. Zoe bedeutet „das Leben“. So erschien es mir zuerst absurd, nun unserem verstorbenen Kind diesen Namen zu geben. Doch in meinem Trauerprozess wusste ich auf einmal, dass dies der Name unserer ersten Tochter ist, die nun das ewige Leben bei ihrem Vater und Schöpfer im Himmel hat. Und die Gewissheit, dass ich sie dort eines Tages wiedersehen werde, erfüllte mein Herz mit neuer Freude und Zuversicht.

Heute bin ich Mama von drei Kindern. Mama sein ist ein Abenteuer, das manchmal hart, herausfordernd und auch sehr schmerzvoll sein kann, doch trotzdem oder gerade deshalb ist es das wertvollste Geschenk und die wunderbarste Aufgabe, die einem als Frau zuteil werden kann.

 


 

 

Being a mother starts quietly and invisibly: it is the decision in a woman’s heart not to live just for herself anymore. It’s been four years since I’ve made this decision and everything seemed to go just “as planned”: only a few weeks later I held a positive pregnancy test in my hands. This moment changed by life completely: I didn’t know those feelings of joy and happiness, but also sorrow and insecurity, that started flooding my days. I didn’t live just for myself anymore, but carried a tiny unique new life in me. The little heart was beating and I grew happier every day to soon hold this miracle in my arms … But in week 10, the little heart didn’t beat anymore. Instead of getting a new entry into my maternity record book, I was sent to hospital …

Being a mother can be relentlessly painful: I wept and wept and I felt like a part of myself had died. Was there someone to share my pain with? Nobody really knew how I felt. My husband, my family and closest friends, they tried, but they just couldn’t understand this deep sadness of my heart. In this painful time, I found comfort in God. “As a mother comforts her child, so will I comfort you.”, as written in the book of Isaiah, chapter 66, vers 13. He understood, he knew how much pain the loss of my child caused me.

Months before, my husband and I had discovered the name “Zoe” for ourselves. We both loved it and agreed immediately that this would be the name of our daughter. Zoe means “life”. First, it seemed to be absurd to name our dead child like this. However, during my time of grief I suddenly knew that this is the name of our first daughter who now lives eternally with God, her creator. My certainty to see her there again one day filled my heart with new joy and hope. Today, I am mother to three children.

Being a mother is an adventure which sometimes is very hard, challenging and also painful but despite of this, or maybe even because of this, it is the most precious gift and most wonderful task a woman could be granted with.

 

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